Stück für Stück, Scheibchen für Scheibchen und Satz um Satz erschaffe ich mich selber im Internet. Gebe dem unbedarften Surfer, den ich nicht kenne, nie kennenlernen oder treffen werde, eine Botschaft, einen lehrreichen Schluss oder auch eine Erklärung an die Hand. Vielleicht fragt sich der oberflächliche Blick, warum ich mir diese Mühe mache. Ich weiß vorher nicht, wie oft ein Artikel gelesen wird, ob er überhaupt in den Suchmaschinen gelistet wird. Aber ich gehe den meinen Weg nicht, für den Weg der vor mir liegt, sondern wegen dem, was bereits hinter mir liegt. Mit fast schon Stolz kann ich auf meine 400 Artikel blicken. Manches Mal ein eigenes Stück der Kunst, ein anderes Mal reines Wissen oder auch These. Was auch immer ich bis jetzt geschaffen oder erschaffen habe, hat mich selber maßgeblich mit gebildet. An jedem Text, egal wie schwer oder wie leicht er war, bin ich ein keines Stückchen selber auch gewachsen. Ich will nicht lügen, an meinem Platz der persönlichen Entfaltung auch ehrlich sein. Ab und zu habe ich KI benutzt, um einen reinen Wissens Artikel zu formen. Man möge mir dies entschuldigen, aber wenn man die Möglichkeiten hat, warum soll man sie nicht nutzen? Und geht es um einen reinen Wissensartikel, warum soll ich mir die Arbeit der stundenlangen Recherche nicht abnehmen lassen und KI zusammenfassen lassen, was mich sonst Unmengen der Zeit gekostet hätte?
Ich will mit meinem Blog einen Raum erschaffen, der so ganz anders ist als das weite Internet. Vielleicht etwas reine Welt in meiner freischaffenden Kunst. Dennoch will ich auch Wissen teilen, ob dies jetzt meinem Wissensstand entspringt oder nur gängige Listungsergebnisse der Suchmaschinen zusammenfasst. Und je nachdem was ich erschaffe, nutze ich auch Tools um mir die Arbeit zu erleichtern. Dem Surfer ist dies rein egal. Er nimmt Wissen, wo auch immer er es herbekommt. Aber die Artikel, die mir etwas persönlich bedeuten, die sind in harter Kreativität erschaffen und die kann niemand sonst außer mir allein erstellen. Und ehrlich gesagt bin ich auch auf diese am Meisten stolz. Viele dieser Artikel sind in dem Bereich Momente gebündelt. Aber mittlerweile gibt es so Einiges auf meinem Blog zu entdecken. Und um so mehr Zeit verstreicht, um so mehr sammelt sich hier mit der Zeit an. Und genau das, macht mir auch die meiste Freude. Nicht nur das Erschaffen selber, aber das Sammeln meiner eigenen Schriftstücke, die mit der Zeit eine eigene Art der Geschichte erzählen. Als selber Blogger kann man dies sicher nachvollziehen. Als Surfer, der nur vorbeistreift, vielleicht so nur nicht. Aber es ist belanglos. Wir wählen selber aus in unserem Leben, was für uns alleine wichtig ist, wo wir Arbeit und Mühe reinstecken. Und egal, welcher Lohn sich auch mit der Zeit daraus entwickeln sollte, ist das Ziel ein langfristiges, so macht man immer weiter und weiter. Und was einen auf dem Weg finden sollte, genau das wird es auch. So ist es nun mal einfach. Dies nur als Gedanken zum Abend. Bis zum nächsten Artikel.
Bruno Schelig
Seit 2012 bin ich als freischaffender Autor tätig und habe in diesem Jahr mein erstes Buch veröffentlicht. Über die Jahre hinweg habe ich verschiedene Blogs und Webseiten betrieben, bis ich schließlich hier angekommen bin – ein Ort, an dem ich bleiben möchte. Als Freidenker scheue ich mich nicht davor, auch kontroverse oder wenig populäre Themen aufzugreifen.
Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben in all seinen Facetten: Gedichte, Kurzgeschichten, ganze Bücher – all das findet hier auf meinem Blog seinen Platz. Neben der kreativen Schriftstellerei widme ich mich Themen wie Online-Marketing, Psychologie, Mythologie und der Theorie des Schreibens.
Für mich bedeutet Schreiben, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und jedem Thema eine angemessene Stimme zu verleihen. Es ist diese Vielseitigkeit und persönliche Note, die meine Arbeit ausmacht und mir immer wieder neue Wege eröffnet.