In genau diesem Moment atme ich frei ein und aus. Auch wenn dieses Leben mir seine Zwänge und Pflichten aufdrängen will, so wehre ich mich mit aller Kraft dagegen. Sicher folge auch ich dem Alltag aus Job und Freizeit. Sogar weitaus mehr als der normale Durchschnitt. Meine 60 Stunden habe ich all zu oft auf dem Stundenkonto und etliche Überstunden. Aber wenn ich die Arbeit, Arbeit sein lasse, mich der Welt da draußen widme, weil ich meinen Teil geleistet habe, dann nehme ich mir die Freiheit der Entfaltung. Vor allem in der Kreativität lasse ich mich nicht einengen oder beschränken. Worauf ich Lust und Muße habe, nur das bilde ich in langen, mal kurzen Worten. Denn das ist es, was für mich persönlich wichtig ist und einen hohen Stellenwert in meinem kleinen Selbstbild hat.
Diese Welt kann von mir verlangen, was auch immer sie will. Mich knechten und verpflichten, weil ich weiß, dass irgendwann ich selber wieder die Oberhand habe und selbst bestimme, wohin die Reise gehen soll. Ich bin ein Freigeist, wie er im Buche steht und das lasse ich mir nicht nehmen. Sicher stehe auch ich schweigend in der Mitte einer Menschenmenge. Meines sind die geschriebenen Worte. Da entfalte ich mich, da lebe ich mich aus, da atme ich so tief und innig ein, wie auch immer möglich. Auf dass ich im grauen Alltag auch die Luft anhalten kann und meine unbedeutende Rolle spielen kann. Sicher, auch hier auf dem Blog bin ich ein kleines Licht. Nur glimmend und so leicht übersehen. Aber dies ist meine eigene Dunkelheit, wo mein kleines Licht als Einziges von Wert besteht. Ich male die Tönung meiner eigenen Helligkeit. Und mal hier, mal dort, scheine und leuchte ich zaghaft in eigener Intention. Auf dass sich vielleicht eine andere Seele angesprochen fühlen kann und in Harmonie schon fast, den gleichen Tenor anstimmt.
Berühre ich mit meinen Worten nur eine einzige Seele, die einfühlen, die wahrhaft innerlich verstehen kann, dann ist nichts verschwendet. Aber selbst wenn ich niemanden erreiche, malen meine Worte ihre eigene Welt. Eine, die nur durch mich und mein Gedankengut besteht. Und was auch immer ich neu erschaffe, malt einen weiteren Aspekt des Gemäldes, das meinem Innern entspringt. Auf dass in Zukunft eine Welt hier entstehe, die so ganz anders ist, als alles Andere da in den Weiten des Internets. So wie mein Blog wächst, so wachsen auch meine Möglichkeiten, meine eigene kleine Kunst der schaffenden Worte. Was auch immer kommen mag, genau das wird auch geschehen. Meine wahre Intention ist, dass ich keine eben habe. Ich setze mir kein Ziel, was ich erreichen muss. Keine Superlative, die ich irgendwann ausleben muss. Ich bin und werde sein, kleinstes Ein im eigenen Schein. Mehr, da muss es nicht sein.
Bruno Schelig
Seit 2012 bin ich als freischaffender Autor tätig und habe in diesem Jahr mein erstes Buch veröffentlicht. Über die Jahre hinweg habe ich verschiedene Blogs und Webseiten betrieben, bis ich schließlich hier angekommen bin – ein Ort, an dem ich bleiben möchte. Als Freidenker scheue ich mich nicht davor, auch kontroverse oder wenig populäre Themen aufzugreifen.
Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben in all seinen Facetten: Gedichte, Kurzgeschichten, ganze Bücher – all das findet hier auf meinem Blog seinen Platz. Neben der kreativen Schriftstellerei widme ich mich Themen wie Online-Marketing, Psychologie, Mythologie und der Theorie des Schreibens.
Für mich bedeutet Schreiben, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und jedem Thema eine angemessene Stimme zu verleihen. Es ist diese Vielseitigkeit und persönliche Note, die meine Arbeit ausmacht und mir immer wieder neue Wege eröffnet.